Kalkum

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Kalkum

zumindest bahnamtlich bis 1930 Calcum geschrieben, ist einer der ältesten Orte auf dem heutigen Düsseldorfer Stadtgebiet und gehört heute zum Düsseldorfer Stadtbezirk 5. Bereits 892 n. Chr. wurde er als Calechheim in einer Schenkungsurkunde des ostfränkischen Königs Arnulf von Kärnten erwähnt. Die örtliche Mundart spricht von Kalkem.

1929 wurde Kalkum der neuen Verwaltungseinheit Amt Ratingen Land zugeordnet, musste aber bereits eine Fläche von 0,91 km² mit 1112 Einwohnern an Düsseldorf abtreten. 1930 verlor Kalkum die verwaltungsrechtliche Eigenständigkeit und es erfolgte per Dekret des preußischen Innenministeriums die Zusammenlegung der Flecken und Orte Bockum, Wittlaer, Kalkum mit Zeppenheim, Einbrungen, und Froschenteich zur neuen Landgemeinde Wittlaer. Im Zuge der nächsten Verwaltungsneuordnung wurde diese Großgemeinde Wittlaer zum 1. Januar 1975 der Landeshauptstadt Düsseldorf zugeschlagen. Die Stadt Düsseldorf gewährte Kalkum mit Zeppenheim unter Veränderung der Grenzziehung den Status eines eigenen Düsseldorfer Stadtteils innerhalb des Stadtbezirks 5.

Flächenmäßig gehört er mit 7,62 km² zu den größeren, aber von der Einwohnerzahl mit 1.890 eher zu den kleineren Stadtteilen. Er liegt im Norden Düsseldorfs umgeben von zahlreichen Wäldern und Feldern. Der hohe Freizeitwert sowie die Nähe zum historischen Ortskern von Kaiserswerth macht Kalkum zu einer beliebten Wohngegend. Der große Anteil an Grünflächen, Baggerseen und Wald steht unter Landschaftsschutz und soll vorläufig nicht für eine Bebauung freigegeben werden. Es überwiegt Einfamilienhausbebauung bei hohem Wohnstandard. Je nach Windrichtung kann allerdings der Lärm des südlich anschließenden Flughafen Düsseldorf sowie der starke Durchgangsverkehr den friedlichen Eindruck mindern.

Kalkum gehört zu den reichsten Stadtteilen Düsseldorfs. Das jährliche Durchschnittseinkommen liegt hier bei 71.766 Euro (Stand 31.Dezember 2007).

Das Kalkumer Wasserschloss macht Kalkum zu einem attraktiven Ausflugsziel für Radfahrer aus der Umgebung. Das Schloss war früher der Stammsitz der Familie Hatzfeld und wurde 1946 dem Land Nordrhein-Westfalen verkauft, das dort 1962 eine Zweigstelle des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf eingerichtet hat. Der Landschaftsgarten, der das Schloss umgibt, ist ein Teil der grünen Lunge des Stadtteils.

Sehenswert sind außerdem die im 12./13. Jahrhundert entstandene Pfarrkirche St. Lambertus und die alte Wassermühle am Schwarzbach.